Veränderung
Liebe BesucherInnen,
wir sind bestürzt und in Trauer. Tjark ist gestern verstorben. Die Ursache seines plötzlichen Todes hat uns niemand mitgeteilt. Wir haben nur beobachten dürfen, dass es in den vergangenen Tagen
immer schlechter um ihn stand. Noch vor einer Woche war er ein glücklich krähender Hahn. Am Tag danach schon nicht mehr. Unser ehrenamtlicher Mensch hat ihn separiert (wir hatten noch Blickkontakt zu Tjark aber niemand durfte mehr zu ihm)
da wussten wir schon: es ist ernst. Und dann ist er gestern morgen einfach nicht mehr aufgewacht. Wir haben noch versucht ihn wach zu gackern, aber es hat alles nichts genützt.
Henner sitzt auf gepackten Koffern und wartet auf seinen Transport in sein neues Heim (das war ja schon länger geplant, siehe vorletzter Hühnerpost). Er zieht noch weiter raus aufs Land. In die Nähe von einem Ort namens Hustädte. Klingt in unseren Ohren eher nach großer Stadt als nach kleinem Kaff. He He Henner ziehst du echt nach Hu Hu Hustädte? Marlene, Regine, Fernanda und Friederike wollen Henner begleiten. Das ist mit Sicherheit eine gute Idee. Henner alleine - pfffffft - der würde sich nie zurecht finden. Wir hoffen die fünf stecken ein paar Brieftauben ein, dass wir ab und an mal etwas von ihnen hören können. Denn unsere gemeinsame Zeit im Mobilheim hat uns echt zusammengeschweißt. Ist wirklich schade drum, dass ein Teil von uns nun geht. Aber gut, die in Hustädte sollen auch mal ein paar anständige Eier zu essen bekommen. In diesem Sinne lässt sich der Umzug als eine Art missionarisches Experiment in Sachen geschmacksoptimale Eier für Landeier verbuchen. Vielleicht bringt das noch ein paar steuerliche Vorteile. Äh für wen eigentlich genau?
Tja, da sitzen wir dann ohne Hahn im Korb äh Stall. Das ist betrüblich, denn wir wollten dieses Jahr eigentlich auch fleißig brüten! Leslie und Franziska haben schon angefangen damit. Aber irgendwie geht etwas vor sich unser ehrenamtlicher Mensch klaut ihnen ständig die Eier. Das ist harter Tobak. Das ist fast so schlimm wie Tjark der einfach nicht mehr leben wollte. Wir wissen nicht warum unser Mensch das so macht. Unerklärlich. Wir haben Regula drauf angesetzt. Sie hat quasi ein detektivisches Gespür für unerklärliche Dinge aller Art. Wir hoffen, sie kann durch ihre Beobachtungen bald ein wenig Licht ins Dunkle bringen was da so vor sich geht.
Ach ja, da wir ja nun ohne Hahn sind, aber - entgegen der Meinung unseres ehrenamtlichen Menschen - ziemlich gerne weiter brüten wollen, brauchen wir nun dringend einen neuen Hahn. Falls das hier zufälligerweise ein Gockel mit entsprechenden Qualitäten (eigentlich reichen Rennen, Krähen und Wichtigtun vollkommen aus) liest und Interesse an einem Ortswechsel hat, darf er sich gern unter die-huehner-vom-minimarkt@web.de melden. Wir freuen uns über zahlreiche Zuschriften!