Januar fast Februar
soso da sind wir wieder
schön, dass ihr auch da seid. Hallo seid ihr da? Ja, egal wird schon passen, irgendjemand wird’s schon lesen. Ist bisschen schade immer so ins Nirvana hineinzuschreiben und nicht zu wissen ob es überhaupt wen interessiert was wir so erleben. Aber uns interessiert es. Und ja, wir lesen unsere Geschichten auch. Abends wenn wir manchmal nicht schlafen können. Am liebsten liest Gertrude - unsere Lesehenne - vor (die kann das am besten, mit am meisten Spannung in der Stimme und so). Und dann können wir überhaupt und gar nicht mehr schlafen nachdem sie gelesen hat, denn das ist ja wirklich unfassbar spannend was wir so erleben. Drum schreiben wir auch so gern. Und wir erleben ja auch so viel. Voll mega ist das ein Huhn zu sein. Echt jetzt!
Also wir sind da. Aber wir sind ja immer da. Und wir haben auch echt viel zu tun. Wir haben immer viel zu tun. Darum können wir gar nicht weg. Wobei, neulich waren welche weg von uns. Also vier waren weg um genau zu sein. Vier, die dachten “auf der anderen Seite vom Zaun ist das Gras viel grüner”. Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken wer das war (sind ja auch immer dieselben die da in Frage kommen - was fragen wir da überhaupt noch. Haben wir gefragt? Wer hat gefragt? Hat einer was gefragt? Was hat er gefragt? Echt jetzt?) Egal, wir wollten was erzählen.
Heute sind wir übrigens ausnahmsweise mehrere Hühner die schreiben. Wir hoffen man merkt das nicht allzudoll. Aber falls doch dann entschuldigt das bitte, die Junghennen die wollten auch mal mitschreiben. Und mitreden. Und mitkommen wenn wir mal ausgehen. Und sich auch hübsch machen für’s Ausgehen. Gute Güte, das kann ja herrlich werden…..
Wo sollen wir anfangen? Da wo wir beim letzten mal aufgehört haben? Prima Idee. Also da. Da standen wir ja noch im Matsch. Auf einem Bein. Puuh mega ungemütlich. Und so nass und so kalt. Pfui. Und wir haben dann gemeckert (also die Schafe wirklich, wir eher so im übertragenen Sinn). Wir haben so doll gemeckert, dass wir tatsächlich irgendwann Gehör gefunden haben bei unserem ehrenamtlichen Menschen. Ja also meckern hilft wirklich. Wirklich wirklich! Wenn man nur laut und doll genug meckert dann passiert mal was. Und wenn nichts passiert dann wurde noch nicht doll genug gemeckert. Also, mit tatkräftiger Unterstützung der Schafe haben wir so lange gemeckert bis dann mal irgendwann was passiert ist. Nach dem Matsch hat’s ja ordentlich gefroren. Da war’s dann gefrorener Matsch. Das war auch nicht so toll. Da standen wir dann auf einem Bein weil es auf der Erde viel zu kalt war. Und genau auf diese gefrorene Matsche hat unser Mensch wohl gewartete, denn wir wurden mit dem Frost nach unten gebracht. Wohin? Na dahin! Da wo wir jetzt sind! Dahin wo der Gemüseacker ist. Und das ist mal herrlich hier, das könnt ihr wohl glauben! Reste von Gemüse sind toll. Die Schäfchen hatten ganz rote Mäuler, die haben nämlich noch Rote-Bete-Reste in der Erde gefunden und aufgeknabbert. Für uns ist Kürbis übrig geblieben. Und ein bisschen Mais. Und ein bisschen Bohne. So ein Quatsch doch keine Bohne. Stimmt aber dafür Mist. Der Mist ist aber nicht vom Gemüseacker. Aber nebendran. Da muss man doch nur mal genau kucken! Außerdem ist Kürbis auf dem Mist, dann ist das doch wohl Acker?!? Ja es ist was es ist - halt Mist.
nach dem Rote-Bete-Festmahl, hat Familie Schaf sich dann illegalerweise noch über den Porree hergemacht. Dass die sowas mögen wussten wir gar nicht. Uns ist das Zeug zu scharf. Ist bisschen so wie Zwiebel. Die essen wir auch nicht. Pfui. Bah. Uääh. wer frisst denn sowas?!? Na die Schafe halt…. Also den Porree. Also leider kein Porree mehr für unseren ehrenamtlichen Menschen (Das war die winterharte Sorte, die hätte dann jetzt wohl geerntet werden sollen. wurde sie dann doch auch. Ja aber von den Falschen. Wenn man sich vertippt wird aus “Falschen” “Flaschen”. Das ist witzig.). Also Porree - weg. Rote-Bete - weg. Gras dann auch bald weg. Und dann kam wieder der Matsch. Uns bleibt aber auch echt nichts erspart dieses Jahr. Ja, aber bald ist ja Frühling. Stimmt auch wieder. Aber erst noch Karneval. Und Eier. Jede Menge davon. Eier. Ja aber Schafe fressen Gras, keine Eier. Stimmt auch wieder. Also Kein Gras mehr da weil alles weg und nur noch Matsch. Kein Strom auf dem Zaun. Sonne war ja auch nicht da (wir haben so einen Solarstromgedöns-Apparat am Zaun. Was man als Mensch halt so hat heutzutage.) Also ohne Sonne kein Strom. Ohne Strom kein sicherer Zaun. Und ohne sicheren Zaun? Schafe die kucken wo das Gras grüner ist. Und wo ist es am grünsten? Na halt in Nachbars Garten. Stimmt. Da waren wir vor paar Jahren auch schonmal. Ich erinnere mich. Hä? Du bist doch viel zu jung. Neeeeeee ganz sicher war ich da. Hundertpro. Ja egal. Familie Schaf war dann auf einmal da. Also in Nachbars Garten jetzt. Ganz schön gewagt von denen die haben doch Hunde da. Die trauen sich was die Schafe! Respekt. Echt jetzt. Also sie grasten sich dann von links nach rechts durch den ganzen Garten und dann wieder zurück. So genau haben wir das leider nicht sehen können, ist ja noch ne Hecke dazwischen. Aber in unserer Vorstellung muss das so gewesen sein. Irgendwann hat ein Mensch das mitbekommen. Nein nicht unser ehrenamtliche, der war gerade mit unehrenamtlichen Dingen beschäftigt. Einer von den anderen die ab und an mal bei uns vorbeikommen. Die sind ja auch immer ganz nett mit uns. Ja stimmt. Also einer von denen kam dann und hat nach Familie Schaf gerufen. Und dann ist was passiert was uns echt gewundert hat: Hätten wir grünes Gras gefunden wären wir da geblieben wo das grüne Gras ist. Aber Hallo! Das ist jawohl mal amtlich. Nee, nee, die Schafe nicht. Die kamen so artig angetrabt. Man hätte den Eindruck haben können sie wären richtig froh und glücklich, dass endlich jemand kommt der ihnen sagt wo sie hinsollen. Allerhand. Da haben wir wenig Verständnis für. Aber so sind sie halt die Schafe. Sie kamen dann also zurückgetrabt hinter dem ehrenamtlichen Aushilfsmenschen hinterher. Der hat dann alle wieder eingepfercht und den Zaun gerichtet. Der war nämlich ohne Strom, aber es hat ja auch so gewindet und da hat’s den Zaun dann einfach umgeblasen.
Also der Zaun ist wieder gerichtet. Winden tut’s auch nicht mehr. Die Sonne scheint jetzt auch sogar schon ein kleines bisschen. Unser ehrenamtlicher Mensch hat nach seiner unehrenamtlichen Tätigkeit dann den Solarstromgedöns-Apparat am Zaun angemacht und jetzt muss Familie Schaf bleiben wo sie ist, auch wenn es kein grünes Gras mehr gibt. Sie haben zwar Heu aber das scheint nicht besonders gut zu schmecken. Wir würden das auch nicht anrühren ehrlich gesagt. Viel zu trocken. Und zu wenig grün. Ja aber wir haben ja auch Mist. Und der ist echt toll. Da gibt’s massenaft Würmer. Und Kürbis. Und Bohnen. Nein keine Bohnen.
So also, das war ein echt anstrengender Post heute. Ja aber war auch schön, dass so viele mitgemacht haben. Stimmt. Ja voll. Wir sind ja auch so viele. Und erleben so viel. Und Eier legen müssen wir jetzt auch wieder fleißig. Nee hat doch noch bisschen Zeit. Bis Ostern dauert’s noch. Kommt ja erst noch Karneval. Schon ne Kostümidee? Mal sehen, ist ja noch bisschen Zeit. Ja aber jetzt ist für heute erstmal gut. Mit und ohne Hut. Bis zum nächsten Mal
Ganz liebe Grüße, Eure Hühner Gundula, Regula, Renate und Co.