Herbst
Ihr Lieben Interessierten, da sind wir nach langer Pause endlich wieder! Wir freuen uns sehr, denn unser ehrenamtlicher Mensch ist endlich wieder da! Das ist einerseits sehr schön weil jetzt alles wieder so ist wie es vorher war - andererseits ist es ein bisschen komisch, denn unser eherenamtlicher Mensch hat unsere Namen vergessen und kann uns teilweise nicht mehr zuordnen. Es ist uns ein Rätsel wie das passieren konnte! Wir haben vor lauter Verzweifelung schon “Amnesie” gegoogelt. Übergangsweise wurden wir nun durchnummeriert damit wenigstens klar ist, dass alle von uns da sind und niemand fehlt. Über kurz oder lang werden wir allerdings Namensschilder einführen müssen denn immer nur eine Nummer zu sein macht uns auf Dauer auch keinen Spaß. Wir hoffen, dass die Erinnerung einfach bald zurückkehrt….
Und noch etwas ist neu: Ludger ist weg. Er krähte zwar in einem herrlich wummernden Bass und war auch sonst ein ganzer Mann, aber uns Hühnern gegenüber war er immer viel zu aufdringlich und übergriffig. Deshalb hat der Hennenrat einstimmig beschlossen, dass Ludger zwar optisch ein toller Kerl ist aber ansonsten nicht viel taugt. Deshalb musste er weg. Man hat uns kürzlich berichtet Ludger sei jetzt da wo alle Hähne landen die aussortiert werden. Wir hoffen es geht im gut. Seit zwei Wochen ist nun ein neuer Hahn bei uns. Wir wollten eigentlich keinen mehr nach unseren Erfahrungen mit Ludger. Aber unser ehrenamtlicher Mensch meinte ein Hahn sei doch eine gute Sache und hat uns schlussendlich mit dem Kükenargument überzeugt. Jetzt wohnt also ein alter Herr bei uns. Er sollte wohl auch dahin wo die Hähne landen die aussortiert werden, aber irgendwie ist er dann bei uns gelandet (er kam jetzt nicht direkt geflogen, aber so ähnlich war es schon). Er meinte, dass sei Glück für ihn - wir sind uns da noch nicht so ganz sicher. Er ist ein echter Rassehahn. Eine ostfriesische Möwe. Er spricht ziemlich unverständlich Platt, ist aber ansonsten relativ unaufgeregt und zurückhaltend. Er kräht kaum und kann auch nicht besonders gut rennen (das liegt vielleicht an seinem Alter) aber Er ist ein guter Gesellschafter. Und das ist ja auch nicht zu verachten. Mal sehen was da noch so kommt. Einen richtigen Namen hat Er noch nicht, deshalb nennen wir ihn einfach erst einmal Er. Erst wenn Er die Probezeit für Hähne (jaja, die haben wir nun eingeführt, um emotionale Kollapse aufgrund ständig wechselnder männlicher Gesellschaft bei den Junghennen zu vermeiden) mit Bravour überstanden hat bekommt Er einen Namen mit mehr Silben. Bis dahin muss Er sich arrangieren und wir auch.
Ulrich, Ulrike, Luise und Pontus sind mittlerweile auch von ihrem Urlaub auf dem Bauernhof zurückgekehrt. Die beiden Lämmchen haben wir beinahe nicht wiedererkannt, sie sind enorm groß geworden. Und haben richtig große Hörner bekommen. Es hat ihnen im Urlaub gut gefallen wie sie sagen. Sie durften in einer riesengroßen Herde (so viele Schäfchen, dass man darüber einschläft wenn man versucht sie zu zählen) mitlaufen und fanden das richtig toll. Aber sie sagten sie hätten uns schon ein bisschen vermisst, denn mit uns sei es viel viel lustiger. Wir haben vorgestern die Diskokugel und das Lametta wieder abgehängt und nun auch die Musik etwas leiser gedreht um Familie Schaf nicht zu stören (die hören so unheimlich gut, sie sagen sie könnten hören wie das Gras wächst - aber verraten wo es am besten wächst wollen sie nicht….), denn wir legen sehr viel Wert auf gute Nachbarschaft.
Ja und das Wetter? Ist ein bisschen trostlos…. In Halberstadt regnets aber noch mehr haben wir gehört. Wir haben bei diesem Wetter auf jeden Fall ständig nasse Füße und bleiben deshalb sehr gerne im Mobilheim. Wenn ihr uns also draußen nicht mehr sehen könnt, dann wisst ihr warum. Unser ehrenamtlicher Mensch hat uns gerade heute noch eine frische Ladung gemütliches Stroh gebracht. Das ist so richtig toll, denn damit kann man ganz prima scharren und rascheln oder auch einfach nur behaglich drin chillen. Und auch die Eier verstecken wir gern im Stroh. Nur eine Kerze dürfen wir nicht anzünden. Dabei wollten wir so gern, denn dann wäre es ultradollgemütlich bei uns.