2024
Ein frohes neues Jahr wünscht euch die ganze Hühnerschar! Wir hoffen ihr hattet ein paar gemütliche Tage. Bei uns war es so mehr oder minder gemütlich. Wie ihr wisst hat es ja die ganze Zeit ziemlich doll geregnet. Wir haben dann immer die Wahl entweder drinnen im Wagen zu bleiben oder draußen auf einem Bein im Matsch zu stehen. Unser ehrenamtlicher Mensch hatte vor ca. zwei Wochen (ja als es so richtig ordentlich losging mit dem schlechten Wetter) den grandiosen Einfall unser Mobilheim nach ganz oben auf die Streuobstwiese zu ziehen. Die Idee dahinter war eigenlich ganz gut, Familie Schaf soll frisches Gras zum Fressen haben. Nur die Umsetzung war leider weniger gelungen: Wer schon einmal oben auf unserer Wiese war der weiß, dass es dort zieht wie Hechtsuppe.
Unser Wagen steht nun also dort und es zieht uns ordentlich durch die Federn. Auf einem Bein lässt es sich doch ziemlich schlecht im Matsch stehen, da wird man direkt umgepustet. Familie Schaf, allen voran Luise, fand die Idee mit dem Umzug auch nicht so gelungen, denn entgegen aller physikalischen Logik ist es oben auf der Wiese matschiger und nasser als unten. Es ist unter dem Wagen so derart nass, dass alle Schäfchen ihren bevorzugten Liegeplatz - nämlich unter dem Wagen - räumen mussten und nun tatsächlich im Wagen liegen. Für uns heißt das nun es ist ein bisschen wärmer aber auch viel enger. Also lieber ehrenamtlicher Mensch hol uns doch bitte bald weg von diesem zugigen nassen Stellplatz, das ist echt keine Freude hier oben!
Aber nun zu Weihnachten: Wir Hühner sind ja Atheisten und glauben eher an solch reale Dinge wie Eier, Futter und die täglich aufgehende Sonne. Deshalb können wir mit dem Weihnachtsfest und seiner Geschichte nicht so viel anfangen. Die Schafe aber waren dafür umso aufgeregter an Heiligabend. Sie haben uns erzählt, dass sie einen ziemlich prominenten Platz in dieser - wie wir finden etwas absurden - Weihnachtsgeschichte einnehmen: Als eine der Ersten erfahren sie von der Geburt eines kleinen Jungen namens Jesus. Überbringer dieser Nachricht soll wohl ein Engel sein. Die Schafe warten nun also jeden Weihnachtsabend auf den Engel der ihnen diese frohe Botschaft überbringen soll. Sie zelebrierten das in diesem Jahr richtig und lagen ziemlich andächtig im Stroh. Ein Engel kam nicht. Aber allein die jahrhundertealte Erinnerung daran, dass er kommen könnte weil er schon einmal erschienen ist, reicht bei so einem Glauben scheinbar aus. Ein bisschen neidisch waren wir kurzzeitig schon, das sah echt gemütlich aus wie sie alle vier andächtig vor ihrer Futterkrippe ruhten. Und als allererste so eine tolle Nachricht zu hören, muss auch wirklich eine Ehre sein.
Dieser Jesus der da geboren wird ist im Übrigen derselbe, der dann kurze Zeit später (an Karfreitag bzw. Ostern) stirbt und wieder aufersteht. Das ist eines der christlichen Feste die uns Hühnern wieder mehr zusagen. Denn da gehts dann um Eier soweit wir das verstanden haben. So sollen die Eier für einen Neubeginn stehen und somit die Auferstehung des Jesus repräsentieren. Ohne Hühner läuft also nix an Ostern. Und ohne die Schafe wäre es nur halb so beschaulich und besinnlich in der Weihnachtsgeschichte. Allerhand wie wir uns mit unserem Mobilheim und seinen (nassen) Insassen in den christlichen Geschichten wiederfinden können. Vielleicht sollten wir dieses Potential mehr nutzen?!?
In der Zeit “zwischen den Jahren” wie es so schön heißt, ging es ziemlich ruhig bei uns zu. Unser eherenamtlicher Mensch war verreist um ein paar Kühe und Kälbchen zu streicheln (ja wir haben langsam wirklich Angst, dass noch ein paar große Widerkäuer bei uns einziehen sollen. HIER IST DOCH GAR KEIN PLATZ MEHR!!!) und ein bisschen die Beine hochzulegen, sodass wir auch ein bisschen Zeit für uns hatten. Da kommt man ja schon ein bisschen ins Grübeln am Ende eines Jahres. Was war gut? Was war nicht so gut? Was wünschen wir uns für das neue Jahr? Im großen und ganzen können wir das so beantworten:
Gut waren die ganzen Eier die wir gelegt haben, nicht so gut war, dass wir kein einziges Ausbrüten durften! Daraus ergibt sich direkt ein guter Vorsatz für 2024: brüten, brüten, brüten!
Gut war der Sommer, nicht so gut der bisherige nasse Winter! Wir versuchen es in 2024 mal mit einer neuen WetterApp (MeteoSwiss funktioniert in Deutschland offenbar nur mit Regenprognosen) dann wird das Wetter vielleicht auch besser
Gut war unsere Sommerpause! Das machen wir bestimmt noch einmal. Vielleicht nicht direkt in 2024 aber vielleicht wann anders.
Gut war auch Erwin der nach dem Sommer zu uns gefunden hat, nicht so gut die ganzen anderen Hähnchen und die, die es meinten zu sein! Mit Erwin wollen wir also unseren brüte-Vorsatz erfüllen. Mehr Eier-Glück an einem Stück, 2024 steht im Tierkreiszeichen der Küken (Es soll auch vegane Tierkreiszeichen geben haben wir gehört, aber uns betrifft das ja zum Glück nicht)
Gut wart vor allem ihr, ihr lieben BesucherInnen des Minimarkts! Unser Ziel für 2024 ist es deshalb, euch noch zufriedener zu machen! Wir wollen, dass ihr so richtig glücklich seid mit unserem MiniMarkt! Um herauszufinden wie der aktuelle Stand auf dem Glücksbarometer ist, würden wir uns über eine Nachricht von euch freuen. Gerne auch mit Verbesserungsvorschlägen. Die Nachricht bitte an die-huehner-vom-minimarkt@web.de senden. Wir hoffen allen Vorschlägen gerecht werden zu können.
Toll dass ihr da seid und uns und unsere Ideen unterstützt!
Aber bevor wir nun in die Hühnersentimentalität abrutschen (ja ja das können wir auch ganz gut) möchten wir euch noch an unserer Weisheit für 2024 teilhaben lassen (Wär schade wenn wir die für uns behalten, denn sie ist echt verdammt gut):
Schlechte Laune ist was für gestern !
in diesem Sinne freut euch auf viele spannende Hühnerposts in 2024!